In der modernen Logistik gilt längst nicht mehr, dass eine ökologische Lösung zwangsläufig teurer sein muss. Der Übergang vom linearen „Nutzen und Wegwerfen“-Modell zur zirkulären Logistik entwickelt sich zu einem Wettbewerbsvorteil – insbesondere dort, wo es gelingt, Verpackungen zurückzuführen, zu reparieren und erneut zu verwenden.
Bei Lemmacon® zeigt die Praxis, dass wiederverwendbare KTP‑Boxen (klappbare Palettencontainer) in dieser Hinsicht ein echter Game‑Changer sind: Sie senken den CO₂‑Fußabdruck und optimieren gleichzeitig die Kosten für Transport und Lagerung.
Was zirkuläre Logistik (kurz) bedeutet
- Das lineare Modell folgt der Logik „herstellen – nutzen – entsorgen“, typischerweise bei Einweg‑Kartonverpackungen.
- Die zirkuläre Logistik versucht, die Verpackung so lange wie möglich im Umlauf zu halten: Sie wird für Mehrweg‑Einsatz konzipiert, Reparaturen und Aufarbeitung werden ermöglicht und am Ende steht das Recycling des Materials.
- KTP‑Boxen passen hervorragend in dieses Konzept, dank ihrer hohen Lebensdauer, Reparierbarkeit (einschließlich des Austauschs einzelner KTP‑Box‑Komponenten) und der 100%igen Recycelbarkeit des Kunststoffs am Ende des Lebenszyklus.
Widerstandsfähigkeit, die Einweg schlägt
Während Einweg‑Verpackungen (Karton und teilweise auch Holz) oft schon nach einer einzigen Fahrt im Abfall landen, sind KTP‑Boxen für Hunderte bis Tausende Logistikzyklen in anspruchsvoller Umgebung ausgelegt. Sie bestehen aus robusten Kunststoffen (PP, HDPE), die Stöße, Feuchtigkeit und gängige Chemikalien gut verkraften.
Diese Robustheit wirkt sich direkt auf die Nachhaltigkeit aus:
- Abfallminimierung: Durch die lange Lebensdauer sinkt der Bedarf an neuen Verpackungen deutlich, was Primärrohstoffe und Energie spart – und mittelbar auch die Kosten des Unternehmens.
- Recycelbarkeit: Am Ende des Lebenszyklus ist das Material zu 100% recycelbar; interne Daten von Lemmacon® belegen, dass allein dort jährlich Dutzende Tonnen recycelten Kunststoffs wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.
Logistische Mathematik: weniger Luft, mehr Ware
Der größte Feind logistischer Effizienz ist der Transport von Luft – vor allem bei Leergebinden in der Rückführungslogistik. Das klappbare Design der KTP‑Boxen löst dieses Problem auf elegante Weise:
- Für den Rücktransport werden die Seitenwände in die Palette eingeklappt und mit dem Deckel abgedeckt (der sogenannte „Sandwich“), wodurch sich die Höhe der Box deutlich reduziert.
- In der Praxis bedeutet dies eine Platzersparnis von bis zu rund 70% im Vergleich zu nicht klappbaren oder nicht zusammengelegten Boxen desselben Typs – abhängig vom konkreten Modell und Logistikszenario.
Bei unserem Kunden Forvia konnte dank des Einsatzes klappbarer KTP‑Boxen eine Platzersparnis von 79% im Lkw gegenüber einem Szenario erzielt werden, in dem die Boxen im aufgebauten Zustand transportiert würden. Dies ist ein konkretes Ergebnis aus einem realen Projekt, keine Theorie. Weniger Volumen leerer Verpackungen im Lkw bedeutet weniger Fahrten, geringeren Kraftstoffverbrauch und niedrigere CO₂‑Emissionen.
Typische Modelle: KTP 114 777 und 114 888
Bei Lemmacon® kommen bei Kunden am häufigsten die Modelle KTP 114 777 und KTP 114 888 zum Einsatz, die zu den meistverbreiteten klappbaren Palettenboxen in der europäischen Logistik gehören.
Modell
Beide Modelle basieren auf einheitlichen Standards des Herstellers KTP und lassen sich daher problemlos in bestehende Logistikprozesse integrieren und mit gängigen Flurförderzeugen kombinieren.
In jedem Projekt definiert Lemmacon® den konkreten Typ, die Sleeve‑Höhe und die Innenausstattung so, dass die standardisierte Box exakt zum Materialfluss und zur geforderten Tragfähigkeit des Kunden passt.
Einfaches Modellbeispiel für Einsparungen
Stellen wir uns ein Unternehmen vor, das 1.000 KTP‑Boxen nutzt und bei dem jede Box 50 Zyklen pro Jahr durchläuft:
- 50.000 Zyklen = 50.000 „ersetzte“ Einweg‑Verpackungen, wenn ansonsten jede Sendung in Karton oder einer Einweg‑Holzverpackung transportiert würde.
- Werden die Boxen auf der Rücktour zusammengelegt, können auf einen Lkw ein Vielfaches an Leergebinden geladen werden; je nach Konfiguration kann dies zu einer Reduktion um Dutzende Fahrten pro Jahr führen, was CO₂‑Emissionen und Transportkosten direkt senkt.
Der Zweck dieses Beispiels ist es, das Prinzip zu verdeutlichen: Je mehr Zyklen eine Box übersteht, desto größer ist der Unterschied im Vergleich zu Einweg‑Verpackungen.
Zirkuläre Ökonomie in realen Projekten
Bei Lemmacon® wird Theorie gern an konkreten Projekten überprüft, in denen sich zirkuläre Prinzipien (Mehrfachnutzung, Aufarbeitung, Recycling, Miete) mit harten Zahlen verbinden. Hier einige Beispiele aus der Praxis:
Thermoplastik – Kombination aus Neu und Gebraucht
Für den slowakischen Spezialisten für Kunststoff‑Spritzguss Thermoplastik musste eine Verpackung für Stoßfänger des VW Tayron entwickelt werden – mit Fokus auf Bauteilschutz und Kosteneffizienz.
- Lösung: Anstatt ausschließlich neue Boxen einzusetzen, wurde eine Kombination aus gebrauchten und neuen Komponenten gewählt – überarbeitete Kunststoffpaletten und Kunststoffdeckel aus KTP‑Boxen ergänzt um einen neuen Sleeve.
- Ergebnis: Durch die Nutzung vorhandener Komponenten sanken die Verpackungskosten deutlich, und der Lebenszyklus der Kunststoffteile, die sonst als Abfall geendet hätten, wurde erheblich verlängert – gelebte Zirkularität.
Forvia – Miete statt Kauf
Für das Unternehmen Forvia (Tier‑1‑Zulieferer in der Automobilindustrie) realisierte Lemmacon ein Projekt zur Verpackung von Sitzgestell‑Strukturen im Mietmodell.
- Lösung: Anstelle eines Direktkaufs wurden dem Kunden 1.450 Palettenboxen mit Karton‑Sleeves aus recycelbarem Material vermietet.
- Ergebnis: Pooling/Miete ist eine der fortschrittlichsten Formen zirkulärer Logistik – Verpackungen stehen nicht ungenutzt im Lager, sondern sind kontinuierlich dort im Einsatz, wo sie gebraucht werden; der Kunde reduzierte seine CAPEX, und Lemmacon stellt sicher, dass die Verpackungen dauerhaft in gutem Zustand bleiben.
Intelligente Innenausstattung (Inserts)
Die KTP‑Box ist nur die äußere Hülle – die eigentliche Effizienz und Nachhaltigkeit entsteht häufig durch eine clever konzipierte Innenausstattung. Ziel ist es, die Anzahl sicher verstauter Teile in einer Verpackung (Packing Density) zu maximieren und damit die Zahl der Boxen im Umlauf zu verringern.
Für Teile des Fiat Panda nutzte der Kunde das System Lemmaroll (verschiebbare Textiltaschen), wodurch in einer Standardbox bis zu 66 sichtbare Teile ohne Kratzrisiko sicher untergebracht werden konnten.
Eine höhere Packdichte bedeutet weniger Boxen, weniger Handling und effizienteren Transport – ein weiterer Schritt zu einem geringeren CO₂‑Fußabdruck pro transportiertem Teil.
Wann KTP‑Boxen (noch) nicht geeignet sind
Um objektiv zu bleiben, ist es wichtig, auch Situationen zu benennen, in denen wiederverwendbare KTP‑Boxen nicht die ideale Lösung darstellen.
- Einmalige, kurzfristige Kampagnen ohne Möglichkeit der Rückführungslogistik (z. B. Export in Destinationen, aus denen die Verpackungen nicht zurückkehren).
- Betriebe mit extremen Verschmutzungen oder Beschädigungen der Verpackungen, bei denen die Lebensdauer der Boxen zu kurz wäre.
- Projekte mit sehr geringer Zyklenzahl, bei denen sich die Anfangsinvestition in Mehrweg‑Verpackungen wirtschaftlich nicht rechnet; solche Anforderungen lassen sich jedoch häufig über Mietmodelle lösen – auch für Zeiträume von nur einem Monat.
In den übrigen Fällen – insbesondere in der Automotive‑ und Industrielogistik – haben KTP‑Boxen großes Potenzial, zum Standard zu werden.
Nachhaltigkeit ohne Kompromisse: was Lemmacon® für Sie tun kann
Die Einführung von KTP‑Boxen hilft Unternehmen heute nicht nur, interne ESG‑Ziele zu erreichen und dem Druck zur CO₂‑Reduktion gerecht zu werden, sondern erhöht zugleich die Effizienz und Transparenz der Lieferkette. Entscheidend ist, KTP‑Boxen nicht als „nur eine weitere Box“ zu betrachten, sondern als Bestandteil eines ganzheitlichen Verpackungs- und Logistikkonzepts.
Lemmacon® unterstützt Sie zum Beispiel bei:
- der Analyse bestehender Verpackungsströme und der Identifikation von Bereichen, in denen zirkuläre Lösungen den größten Mehrwert bieten,
- der Entwicklung eines kompletten Verpackungskonzepts (KTP‑Box + Inserts) für konkrete Teile und Projekte,
- der Berechnung der Gesamtkosten über den Lebenszyklus (TCO) und der Abschätzung von Einsparpotenzialen einschließlich des CO₂‑Effekts,
- der Organisation von Kauf, Miete (Pooling), Service und Aufarbeitung der Verpackungen, damit die Boxen so lange wie möglich im Umlauf bleiben.
Möchten Sie wissen, wie viele Einweg‑Verpackungen, wie viel CO₂ und wie viele Kosten sich in Ihrem Betrieb durch den Umstieg auf KTP‑Boxen einsparen lassen?
Vereinbaren Sie eine kurze Beratung oder einen kleinen Logistik‑Audit mit Lemmacon – gemeinsam wird eine zirkuläre Lösung gefunden, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll ist.
Lemmacon s.r.o. Jihlavská 786/11a Troubsko 664 41 | Herunterladen | Der Name Lemmacon und das Lemmacon-Logo „e“ sind eingetragene Markenzeichen.